05.12.2011: Ziegler-Handbuch

Im Rahmen ihrer Werkausgabe bei Königshausen & Neumann plant die Leopold-Ziegler-Stiftung ein „Ziegler-Handbuch“, das voraussichtlich Ende 2012 erscheinen wird. Sein Autor, Timo Kölling, gab im Rahmen der diesjährigen Vorstandssitzung in Überlingen einen ersten Einblick in Anlage und Entstehungsprozeß des Handbuchs, bei dem es sich um eine umfassende Darstellung von Zieglers Philosophie sowohl ihrer textgeschichtlichen Genese, als auch ihrem zeitgeschichtlichen Horizont nach handelt. Aus dem Kontext dieses Handbuchs stammt der als Einführung in Biographie und Werk Zieglers gedachte öffentliche Vortrag, den Timo Kölling am 5. November im Überlinger Suso-Haus unter dem Titel „Leopold Ziegler im Blick. Leopold Ziegler und das Glück des philosophischen Lebens“ gehalten hat. Unter „Texte über Ziegler“ – „Aufsätze“ ist der Vortrag nachzulesen.

30.06.2011: "Fünfundzwanzig Sätze vom deutschen Staat"

Thomas Meißner, Student der Politikwissenschaft an der TU Chemnitz, hat im Rahmen eines Hauptseminars zum Thema der “Konservativen Revolution” in Deutschland eine Hausarbeit zum Thema von Leopold Ziegler verfasst, auf die wir hier gerne hinweisen. Sie erscheint im Grin-Verlag als pdf- und als Printversion. Gegenstand der Arbeit sind Zieglers 1931 erschienene “Fünfundzwanzig Sätze vom deutschen Staat”, die 2010 in dem Band Gesammelte Aufsätze II wiederveröffentlicht worden sind. Es handelt sich bei den Fünfundzwanzig Sätzen um das zentrale Dokument zum Verständnis von Zieglers Versuch, aktiv in das politische Geschehen der späten Weimarer Republik einzugreifen. Wäre Historisierung – die Einordnung in den zeitgeschichtlichen Kontext – der eine Weg, einen dem heutigen Leser in vielerlei Hinsicht fremden Text zu verstehen, so hat Thomas Meißner den anderen gewählt: den einer Aktualisierung, die davon ausgeht, dass ein Text, der dem politischen System Weimars nicht totalitär, sondern mit einer Demokratietheorie ganz eigener Art begegnete, bestimmte Elemente enthalten muss, die durchaus den heutigen politischen und politikwissenschaftlichen Diskurs befruchten können. Es sind die Begriffe Steuerungsfähigkeit und Gemeinwohl, die zu diesem Zweck auf Zieglers Text angewandt werden; die 25 Sätze seien, so die These, im wesentlichen “25 Sätze zwischen Steuerungsfähigkeit und Gemeinwohl”, insofern Ziegler zwischen den Interessen der “Herrschaftsmitte” und denen des “Volkswillens”, zwischen der Willensbildung “von oben nach unten” und der “von unten nach oben” genau abzuwägen verstehe.

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21.06.2010: Gesammelte Aufsätze II

Mit dem Band „Gesammelte Aufsätze II“ setzt die Leopold-Ziegler-Stiftung die „Gesammelten Werke in Einzelbänden“ im Würzburger Verlag Königshausen & Neumann fort. Nach dem von Renate Vonessen herausgegeben Band „Gesammelte Aufsätze I“, der die verstreut erschienen Beiträge Zieglers zwischen 1901und1916 vereinte, stehen diesmal, herausgegeben von Paulus Wall, die politischen Aufsätze, Essays und Wortmeldungen aus den Jahren 1927 bis 1953 im Zentrum. Ausgehend von der Frage nach der Stellung des Philosophen in unserer Zeit (1930), geht es Ziegler, der sein Denken stets in den Dienst seiner Zeit gestellt hat, um staats-, wirtschafts- und kulturpolitische Fragen. Aufgenommen wurden auch zwei eigenständig erschienene kleinere Schriften Zieglers: „Fünfundzwanzig Sätze vom Deutschen Staat“ (1931) und die postum erschienenen Erinnerungen an den durch die Nazis ermordeten Edgar Julius Jung (1949/55). Eine Bestimmung des Politischen bei Ziegler hat Timo Kölling in einer einlässlichen Einleitung vorgenommen, die Sie hier nachlesen können. (PDF)

09.02.2010: Marc Jongen

Marc Jongen, Stipendiat der Leopold-Ziegler-Stiftung in den Jahren 1999 bis 2001, ist im Sommer 2009 an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG) mit der Bewertung „summa cum laude“ zum Dr. phil. promoviert worden. Seine Dissertationsschrift trägt den Titel „Nichtvergessenheit. Tradition und Wahrheit im transhistorischen Äon“ und entwickelt „Umrisse einer hermetischen Gegenwartsdeutung im Anschluss zentrale Motive bei Leopold Ziegler und Peter Sloterdijk“. Marc Jongen, Jahrgang 1968, wurde in Meran geboren und ist nach einem Studium der Philosophie, Geschichte und Indologie an der Universität Wien derzeit akademischer Mitarbeiter für Philosophie und Ästhetik sowie Assistent des Rektors an der HfG. In dem Band „Leopold Ziegler: Mythos – Logis – Integrale Tradition“ (2009), erschienen in der Reihe der Schriften der Leopold-Ziegler-Stiftung, veröffentlichte Jongen zuletzt den Beitrag „Die Welt unteilbar Eine“. Die Leopold-Ziegler-Stiftung dankt Marc Jongen für seine freundliche Zustimmung zum Abdruck längerer zusammenhängender Passagen aus der Einleitung zu seiner Dissertation. „Nichtvergessenheit“ soll in überarbeiteter und erweiterter Form auch als Buch erscheinen.

14.05.2009: Neue Texte

In der Rubrik Texte finden Sie einen neuen Aufsatz von Timo Kölling: “Existenzen also wie Metalle”. Reinhold Schneider und Leopold Ziegler. Die Druckfassung des Aufsatzes wird in der nächsten Ausgabe der österreichischen Quartalschrift “Abendland” erscheinen. Die Bezugsadresse lautet:

Quartalschrift Abendland, Postfach 26, A-6010 Innsbruck.